Pferdeosteopathie

Preise für eine Behandlung

Eine Behandlung 190,- Euro (Preis inkl. MwSt) zzgl. anteilige Anfahrt auf Anfrage

Osteopathie als Partner der Veterinärmedizin

Seit über 15 Jahren wird die Osteopathie am Pferd in Deutschland gelehrt und angewandt. Diese Therapiemethode stammt aus dem Bereich der Humanmedizin ist mit der Physiotherapie und Chiropraktik verwandt.

Der Begründer der Osteopathie Andrew Taylor Still war Arzt und lebte 1828 – 1917 in Amerika. In seinen Studien fand er heraus, dass viele Krankheiten durch Gelenkblockaden, Muskelverspannungen und Bewegungseinschränkungen des Bindegewebe und der Organe hervorgerufen oder begünstigt werden.

In der Osteopathie werden Gelenke der Wirbelsäule und der Gliedmaßen manuell mobilisiert und deblockiert, Verspannungen im Gewebe gelöst, die Beweglichkeit einzelner Organe verbessert und die Spannung des Nervensystems durch Techniken der Kranio-Sakralen Therapie beeinflusst. Diese Methoden dienen der Selbstregulation im Körper mit dem Ziel Erkrankungen vorzubeugen oder den Heilungsprozess positiv zu beeinflussen.

Die Osteopathische Behandlung an sich

Ziel einer Behandlung ist es, alle Strukturen des Körpers (Gelenke, Muskulatur,Faszien und Organe) frei beweglich zu machen. Eine Behandlung erfolgt immer sanft und gelenkschonend.

Durch die Behandlung werden im Körper des Pferdes Selbstheilungskräfte in Gang gesetzt. Darum benötigt es anschließend mindestens 48 Stunden zur Erholung. Es sollte in dieser Zeit nicht geritten werden, sich aber frei bewegen können. Anschließend kann eine 2- bis 4-wöchigen Reduzierung oder Umstellung des Trainings notwendig werden.

Für einen anhaltenden Behandlungserfolg ist notwendig den Reiter in die Behandlung mit einzubinden. Sie werden über einen gesundheits-fördernden Umgang mit Ihrem Pferd aufgeklärt.

Die Osteotherapie ist erfolgreich bei:

  • Leistungsabfall
  • Taktfehlern unklarer Herkunft
  • Stellungs- und Biegungsproblemen
  • Schmerzanzeichen während oder nach der Bewegung
  • Sattelzwang
  • Nichtannahme von Reiterhilfen
  • unklarem Leistungstief und schlechtem Allgemeinzustand
  • nach Koliken
  • bei chron. Atemerkrankungen
  • etc.

Warum sollte auch der Reiter physiotherapeutisch an sich arbeiten?

Oft hören wir den Satz „Nach ihrer Behandlung war es eine Zeit lang gut, jetzt ist mein Pferd wieder schief/läuft wieder schlechter“ oder „obwohl mein Pferd seit 2 Jahren regelmäßig behandelt wird , wird es immer wieder schlechter“. Das kann einerseits daran liegen, dass eine einzelne Behandlung oft nicht ausreichend ist um die vorliegende Problematik vollständig zu beseitigen, oder aber, bei langfristig nicht besser werdenden Problemen, daran das der Reiter selbst kleinere oder größere Beschwerden oder funktionelle Störungen hat.

Zur Erklärung:

Jeder Reiter kennt die Tatsache das Pferde eine hohle und eine runde Seite haben. Dementsprechend sind die meisten Pferde auf einer Hand leichter und auf der anderen Hand schwieriger zu arbeiten, zu stellen und zu biegen, in Seitengänge zu reiten, etc.

Doch was ist wenn der Reiter ebenfalls eine „hohle Seite“ hat?

Zur besseren Vorstellung was dann passiert, ist diese Problematik am Fahrrad gut zu erklären. Wenn ich auf dem Fahrrad nach links lenke aber mein Gewicht auf die rechte Seite lehne, kommt mein Fahrrad kräftig ins Schlingern oder ich falle sogar um.

Unser Pferd gleicht so etwas aus – wenn es kann. Bei einem jungen oder nicht ausbalancierten Pferd hat man das Ergebnis das man Schlangenlinien reitet obwohl man geradeaus will, falsch abbiegt oder das Pferd auf gebogener Linie im Aussengalopp anspringt.

Wenn der Schwerpunkt, und somit das Gewicht, des Reiters nicht der Bewegung des Pferdes, der Stellung und Biegung folgt, muss das Pferd das kompensieren indem es sich selbst schief macht.

Und so kommt es zu einem Kreislauf bei dem Reiter und Pferd sich gegenseitig Stören und dadurch falsch formen.

Um diesen Kreislauf zu durchbrechen und eine langfristige Verbesserung zu erhalten ist es wichtig nicht nur das Pferd sondern auch den Reiter auf eventuelle Probleme, Haltungsfehler oder funktionelle Störungen zu untersuchen.

Darum können Pferd und Reiter von uns therapiert werden.